In der vergangenen Wochendämmerung fand @holgi es wichtig, mal darauf hinzuweisen, dass FGM und Beschneidung zwei sehr verschiedene Dinge sind. Ratet worüber zwei Kommentatoren sich ausbreiten wollten?

Ich habe es nicht fertig gebracht, diese beiden Kommentare freizuschalten, obwohl sie formal gegen keine Netiquette verstoßen haben oder so. Aber ich kriege das einfach nicht hin. Und das macht mich irgendwie doppelt traurig. Weil es sicher nicht wirklich böse gemeint ist und so... 😔

@Kadda @holgi

Ich kenne die Kommentare naturgemäß nicht, aber beim Hören viel mir im Zusammenhang mit der weiblichen Beschneidung auf, dass wesentlich auf die Umstände (hohes Risiko für die Beschnittene bei der Durchführung mit hoher Sterblichkeit) eingegangen wurde, was bei der männlichen nicht der Fall war.

Ich meine mich zu erinnern, dass die männliche Beschneidung dereinst einen Sinn im Bereich der Hygiene aufwies und meine wahrzunehmen, dass die Durchführung hoch professionalisiert sei.

Ob die weibliche Beschneidung einen „objektiven“ Zweck hatte oder hat und ob sie bei gleicher Professionalisierung gleichermaßen „erträglich“ für die Betroffenen wäre, konnte ich den Darstellungen nicht entnehmen. Ich empfand daher ein Ungleichgewicht in der Auseinandersetzung, wenngleich es möglich erscheint, dass die weibliche Beschneidung nur der Ausübung von Macht über die betroffenen Frauen dient.

Potenzielle Ergänzungen insoweit fände ich hilfreich, da IMHO „unpräzise“ Gegenüberstellungen einen faden Beigeschmack hinterlassen und die eigene Position ggf. unnötig angreifbar machen. Daher fände ich „Gegenkommentare“ die hier Sachinformation ergänzen grundsätzlich bereichernd, um die Argumentation ggf. auch für die in der Wochendämmerung vertretene Position abrunden zu können.

@lwm @holgi ich würde gerne verstehen, warum du der Meinung bist, dass man immer auch von der Beschneidung von Männern sprechen muss (und deren Umstände erklären usw...), wenn es um einen Tag gegen Genitalverstümmelung geht - was einfach etwas völlig anderes ist.
Warum muss man immer von Männern reden, wenn es einmal um
eine Sache geht, die nur Frauen betrifft?
Was ist da los?

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@Kadda @lwm @holgi Ja, das würde ich auch gern verstehen.

Umgekehrt war es vor ein paar Jahren, als es *tatsächlich* eine Debatte über Beschneidung gab, so, dass die Diskussion in Blogs und auf Twitter immer sehr schnell mit "aber FGM ist viel schlimmer, die Jungs sollen sich nicht so anstellen" abgewürgt wurde.

@holgi @Kadda @lwm Ja, der Versuch, auf die Metaebene zu kommen (und dort dafür zu plädieren, die beiden Debatten zu trennen), klappt irgendwie nie. Hmpf.

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